EINBLICKE IN MEINE ARBEIT VON 31.03.2020

DIE SPACE - BOWL SCHALE IST BEREITS SCHON HERGESTELLT WORDEN VON MIR: PORZELLAN, OBEN TRANSPARENT GLASIERT, 1280°C GLATTGEBRANNT. MASSE: CA.: 25 X 40 X 10CM.

JETZT WIRD DIE SCHALE NEU PRODUZIERT. 

Werkstatt_30.05.2020
Werkstatt_30.05.2020

06.06.2020/Atelier 

Wie man sieht geht es vorwärts, auch wenn es manchmal rückwärts zu gehen scheint. Die zweite Seite ist fertig. Dies vereinfacht die Gipsform emens. Mit dem Einklang der Schwerkraft, kann ich die Gipsform so giessen, mit wenig Mitteln wie möglich. Das nur aufgrund des Gesetzes der Schwerkraft. Ich denke aussschliesslich mit der Schwerkraft, wenn ich mit Gips arbeite. Dies macht es überhaupt möglich eine Gipsform zu erschaffen. Die Teile an der Seite erinnern mich wie an zwei Rippen von einem urzeitlichen Monster. Jetzt wo ich sie einseife, darf ich mit der Seife an der Innenseite der Stücke nichts berühren, ansonsten riskiere ich, dass die Gipsform keinen Porzellan mehr anzieht. 

09.06.2020/Atelier

Es kann sein, dass ich fast wie auf Dornen bin, wenn ich die obere Seite von der Space - Bowl Schale mit Gips abgiessen muss. Für einen Zentimeter der Abschalung brauche ich 1 Liter Gips. Der Plan ist, den Gips mit 3-4 Litern einzugiessen, abzuwarten bis der Gips Quarkig ist und dann eine Schale von der Dicke von 2- höchstens 3cm abzuformen. Die Gipsform darf nicht zu dick sein, da sonnst die Arbeit mit dem Porzellan zu schwer wird und unhandlich. Ich möchte die Form während der Giesszeit auch wenden und drehen können, sodass z. B. die Einguss Stelle an der Unterseite  geschlossen werden kann. Die Stellen, die für den Gips zu durchlässig sind, habe ich vorsichtshalber mit Klebeband abgedichtet. 

10.06.2020/Atelier

Damit ich nichts beschädige, decke ich die Stellen, wo der Gips durchsickern kann, mit Klebeband ab. An den Seitenrändern, dort wo es kritisch ist, hat das Klebeband, während des herausnehmen der Schale, auch ein wenig beschädigt. Aber nicht weiter tragisch. Auch ein Zacken von der Oberseite ist abgebrochen beim Herausnehmen, aber auch das kann ich reparieren, ohne das die Fähigkeit des Gipses, Porzellan anzuziehen, beeinträchtigt wird. Zu der Innenseite, dem Rand der Schale, sieht sehr gut aus, bis auf ein paar Stellen, die ich auch mit Heisssilikon retuschieren werde, Da die Stellen klein sind, wird es den Giessprozess nicht beeinflussen. Aber Silikon ist nicht porös und zieht kein Wasser an. 

24.06.2020/Atelier

Der Schellack ist bei mir angekommen. Es freut mich sehr, dass ich ihn jetzt einsetzten kann. Die Trennstellen behandle ich damit. Zuerst streiche ich ein, dann mache ich mehrere Schichten, im ganzen etwa 3-4. Bevor ich die letzte Schicht mache, werde ich mit einem Schleifpapier nachschleifen. Das mache ich vorsichtig, da der Staub nicht wirklich erwünscht ist auf den Stellen, wo dann das Porzellan liegt. Darum werde ich den Staub mit einem feuchten Lumpen reinigen. Dann mache ich nochmals zwei Schichten Schellack. Ich denke das wird halten. Das Ergebnis kann ich erst sehen, wenn ich gegossen habe. Wahrscheinlich werde ich nochmals einen Test mache, bevor ich es dann am Stück endgültig mache. 

29.06.2020/Atelier

Die Überlegung vom Einguss Loch, habe ich heute weiterverfolgt. Mich dünkt das der Gedanke reif ist. Als erstes die Schwerkraft, auch beim Giessen, der Schlicker verläuft nach unten. So muss auch das Loch da sein, wo der Punkt am tiefsten ist und wo man nach dem Giessen keine Spuren mehr an der Schale sieht. Ich modelliere mit Silikon, das ist am angenehmsten für die Hände und ich kann die Form beliebte wieder ändern. Wenn ich das nächste Mal im Atelier bin, werde ich wohl den Deckel giessen könne. Gleich wie der Boden, den Gips eingiessen und nach und nach an die Seiten nach aussen streichen, sobald der Gips Quark ist. So sollte ich auch vorgehen für keine weiteren Verzögerungen. 

13.07.2020/Atelier

Im drei Tagen, natürlich auf die Zeit von 2 Wochen verteilt, habe ich den Deckel hergestellt. Das Gussloch bleibt die Öffnung auf der Unterseite, wo ich das Porzellan eingiessen möchte. Wichtig für das Design ist, dass auf der Schale keinerlei Narben mehr zu sehen sind, nach dem Retuschieren mit Schwamm. Darum habe ich die Naht von zwei Kannten gewählt. Jetzt habe ich die Schale nochmals präpariert, dass auf keinen Fall Gips kleben bleibt. Die Trennstellen habe ich nochmals bearbeiten und die Kannten geschliffen. Der Sinn dabei ist, dass das Dreieck dann passend reingeht und auf keinen Fall durchdrückt. Auf dem Bild ist es vielleicht nicht sofort zu erkennen, doch die Kannten sind gegen oben hin gebrochen, so dass die Obere Kannte weiter ist, als die untere. Mit Schellack habe ich die Trennstellen präpariert. Jetzt sollte nichts schief gehen beim Eingeissen von einer kleine Menge Gips. Dann kann ich alles auseinandernehmen. Der letzte Akt bleibt die Herstellung einer Stützform, die ich idealerweise heute mit Verstärkungen amte, dass sie während des Brandes gut liegt. Das lernte ich von der Lehrabschlussprüfung (LAP). Die Gipsform ist vergleichsweise sehr leicht. Die Wand von 2-3cm sollte allerdings genügen um Porzellan zu ziehen. 

28.07.2020/Atelier

Jetzt habe ich endlich die Eigussstelle gemacht. Die Gipsform ist somit fertig. Jetzt könnte ich theoretisch mit Giessen beginnen. Ich werde noch deine Stützform machen müssen. Sie dient dazu, auch aus dem selben Porzellan gegossen wie die Schale, damit sie die Form während des Vor - vor allem aber während des Glattbrandes nicht verlieren wird. Diese Form hat sich sehr bewährt, während meiner Ausbildung zum Keramiker, habe ich das so gemacht. Es ist mir klar geworden, dass man viel mehr mit Stützformen arbeiten sollte, das machen zum Beispiel die Keramiker in der KPM in Deutschland, habe ich mir per Mail mal von einem Keramiker sagen lassen. 

26.08.2020/Atelier

Ich mache dort weiter mit meinen Gedanken, wo ich das letzte Mal aufgehört habe. Ich decke die Gipsform mit einer Wärme Folie ab, die auch als Feuchtigkeit Schutz gilt. Die Vorrichtung benutzte ich. Um die Unterer Form für die schale zu erhalten. Mit Jogurt Bechern werde ich eine Art Profil erstellen. Dieses sollte der Stützform Stabilität geben im Brand, damit sie gut stehen bleibt, und beim Schrumpfen im Glattbrand auch gleichmässig verkleinert. Damit ich eine gerade Ebene erhalte, wo die Form steht bediene ich mir eines selber gemachten Lasers – 3D Konzept, indem ich mit Linien und Licht arbeite, um die Jogurt Becher gleichmässig abzuschneiden.

02.09.2020/Atelier

Damit die Stützform die ich für den Glattbrand benötige, gegossen werden kann, muss ich die die Gipsform so machen, dass ich das Porzellan von oben einleeren kann. Somit zeichnet mir das Profil ab, das ich mit Jogurtbechern hergestellt habe. Die Seiten für die Stützform habe ich das letzte mal etwas Schräg abstützten gemacht. Das bedeutet dass einen Rand modellieren werde. Den Boden werde ich am Schluss so giessen, dass ich dann eine Schale habe. Die Gipsform wird zweiteilig. Nach reiflicher Überlegung ist es das Unkomplizierteste, nach der Scherkraft überlegt. Der Boden der Gipsform ist daher zugleich auch das Auffangbecken für das Porzellan das die Seiten abzeichnet.  

11.09.2020/Atelier

Die nötigen Säuberungen an der Gipsform Habich vorgenommen. Jetzt kann der Gedanke zu Ende gedacht werden. Die Schwerkraft, sie fliesst nach unten. Das bedeutet, ich werde einen Rahmen machen, sodass ich dann davon eine Schale abbrechen kann. So, jetzt werd ich einen Rand modellieren, der zrk 2-3cm dick ist, dann brauche ich nur noch abzuschalen. Um die Wölbung hinzukriegen werde ich mit Qualligem Gips arbeiten. die Schale werde ich am Gips Nachzeichen. für eine Nachbesserung an der Seite muss ich mir noch Zeit nehmen, wenn nötig auch zweimal Zeit. Schliesslich möchte ich dann auch noch den Boden giessen und währe dann somit auch endlich bereit mit Porzellan zu arbeiten. 

24.09.2020/Atelier

Jetzt modelliere ich die Abstände auf der Seite der Negativschale, die ich vor allem im Glattbrand benötige, damit sich die Schale nicht verziehen wird. Nach der Schwerkraft gedacht, werde ich die Gipsform so giessen, dass ich dann auf der Seite eine Schale habe,  dann der Boden Schlussendlich. Der sollte einfach zu entfernen sein, nachdem ich Porzellan eingegossen habe. Schliesslich schwindet das Porzellan, was mir höchstens am Profil auf der Innenseite Probleme machen könnte. Auf jeden Fall werde ich die Kannten von der Seite brechen müssen. Lassen wir uns überraschen, erst beim vor mir haben vom Produkt kann ich dann einen eventuellen Fehler wieder einsehen. 

08.10.2020/Atelier

Nach der Schwerkraft gedacht giesse ich den Gips von Oben nach Unten. So habe ich es am Einfachsten mit der Grösse.  Luft - Aviatik und Raumindustrie, wo meine Gedanken verweilen und die Gedanken an meine Schale. Ich werde mein kleines Handwerk vollenden. So konnte ich,  zumindest den Gedanken, Space Wear und Aircraft, so umsetzten, dass ich mit dem Gesetz der Schwerkraft, einen Schritt weiter gekommen und bin. So ist das Gewicht von der Gipsschale, aus der das Porzellan entstehen wird, auf ein Minimum reduziert. Ich habe auf den Millimeter geachtet und nur die Dicke von Gips, die ich mit meinen Händen tragen und drehen kann.  Das ist ein bedeutender Schritt für mich. 

15.10.2020/Atelier

Damit ich das ganze drehen kann, muss ich natürlich wieder mit Ton arbeiten und den Zwischenraum füllen. Das ganze wird dadurch erschwert, dass ich die ganze Arbeit aus Zeitgründen auf zwei Tage verlängern muss. Nach dem ersten Anstrich mit Schellack, werde ich nochmals die 4 Stützen - Profile ausbessern. Ich möchte schliessiche eine gerade Fläche haben auf der die Form steht. Auch jetzt wieder: Wichtig! Das Gesetzte der Schwerkraft, von oben nach unten denken. Nur so kann es mir gelingen alle Fehler bei der Handhabung auszuschalten und schlussendlich einen Boden zu giessen. Der Boden ist bereits brauchbar und muss in den nächsten Tagen von mir bearbeitet werden. 

29.10.2020/Atelier

Ich mache dort weiter mit Reinigen der Gipsform, wo ich gestern aufgehört habe. Vor allem dann, wenn man mit einfachen Mitteln arbeite. Das mache ich aber gerne, die Keramik bekommt einen natürlichen Charme, den man mag, wenn man sie ansieht, und es macht der Qualität des Porzellans gar nichts aus. Man muss nur streng die Regeln der Sauberkeit befolgen mit dem Umgang der Rohstoffe und darauf achten, dass sie sich nicht während der Arbeit vermischen. Darum muss ich den Arbeitsgang mit dem Gips vollständig abschliessen bevor ich dann giesse. Mir ist während der Arbeit ein Seitenstück gebrochen. Dass kann ich jederzeit wieder nachgiessen, doch ich habe es heute geleimt.